Was macht das Alter lebenswert

Was macht Alter „Lebenswert“

Bei immer mehr Menschen entwickelt sich eine latente Sorge um die Zukunft, um das Alter und die Veränderungen, die zu erwarten sind.

So sind viele älter werdende Menschen in unserem Land beunruhigt, wenn sie daran denken, dass sie analog aufgewachsen sind und digital alt werden müssen. Sie befürchten, der rasanten Entwicklung in der wirtschaftlichen und digitalen Welt nicht standhalten zu können. Alles verschmilzt übergreifend mit einer digitalen Logik. Doch nimmt diese Transformation mit ihren unterschiedlichen Kombinationen in Medizin, Bildung und Politik auch die MENSCHEN sozial und finanziell mit, die aufgrund ihres Alters nicht mit diesen rasanten Veränderungen Schritt halten können?

Daneben ist auch insbesondere die Sicherheit der eigenen Lebenshaltung, das Einkommen, das Sich-versorgen-können für jeden von uns ein existenzielles Bedürfnis.

So haben viele große Angst davor, im Alter zu verarmen.

Mehr als jeder zweite Bundesbürger macht sich Sorgen um eine mangelnde Absicherung im Ruhestand. Nach einer Umfrage der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young fürchten mittlerweile stattliche 56 Prozent der Befragten um ihren Lebensstandard im Alter.

Und wie sieht es heute in Bezug auf das „Einkommen“ und „Auskommen“ für ältere und alte Menschen in unserer Gesellschaft aus?

Wie aus einer Analyse des Pestel-Instituts Hannover hervorgeht, sind alleine im Regionalverband Saarbrücken 72-000 Arbeitnehmer von Altersarmut bedroht. Das entspricht 41% aller Beschäftigten. Im ganzen Saarland sind es 168.000 (37 %) Menschen, selbst wenn sie regulär nach 45 Berufsjahren in den Ruhestand gehen.

Verfolgt man die publizierte Entwicklung, ist die Antwort ernüchternd: „Altersarmut!“ Die Kriterien, wann von Altersarmut gesprochen werden kann, sind durch die Armutsforschung festgelegt und stehen in Abhängigkeit von vielen Faktoren. So wird zum Beispiel ein Grenzwert festgelegt, der dann in den sozialen Auffangbegriff Grundsicherung mündet und Hilfe suggeriert.

Doch es gibt viele, die kein Auskommen haben!

Menschen, die sich aus Angst und Scham nicht offenbaren!

Menschen, die nicht wissen, wie sie Hilfe beantragen können!

Nachbarn, die einsam sind und sich verlassen fühlen und so nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen!

Ein Begleiter der Armut ist oft die Einsamkeit!

Dies sind nur einige Gedankenspiele, um auf die vielfältigen Probleme älterer Menschen hinzuweisen, die durch den Wandel der Gesellschaft noch verstärkt werden. Es entstehen Verunsicherung, ein Rückzug aus dem sozialen Leben und Sorge um die eigene Lebenshaltung. Optimismus und Zuversicht gehen verloren.

Viele Aussagen, Erklärungsansätze, Meinungen und Statistiken existieren über die Ursachen der Altersarmut. Ohne Zweifel sind in vielen Fällen auch ganz individuelle Fehlentwicklungen ursächlich.

Einig ist man sich darüber, dass „Altersarmut in großem Umfang existiert und die Dunkelziffer (die Zahl derer, die nicht von den öffentlichen Systemen erfasst werden) ist mit großer Wahrscheinlichkeit sehr hoch!“

Altersarmut ist definiert und wird offenbar akzeptiert!

Wollen wir das?

Wir als gemeinnützige "Stiftung Lebenswerte" akzeptieren Altersarmut nicht!

Unser Ziel ist, die Armut im Alter durch individuelle Hilfe zu mildern und durch soziale Projekte und Veranstaltungen die Menschen in unserem Land zu sensibilisieren und für soziales Engagement zu motivieren.